Calmar.One –
Regenwasserspeicher, die vorausdenken.
Ein klassisches Regenrückhaltebecken hält Wasser zurück und gibt es gedrosselt ab – die meiste Zeit steht es leer oder nutzlos voll. Calmar.One macht aus demselben Bauwerk einen gesteuerten Speicher, der Regenwasser nutzt, bei Starkregen rechtzeitig Platz schafft und nachvollziehbar dokumentiert, was er tut.
So funktioniert es.
Wetterdaten statt Bauchgefühl
Die Steuerung bezieht laufend Prognosen des Deutschen Wetterdienstes. Wird Starkregen erwartet, entleert sich der Speicher gezielt vorab – gedrosselt und innerhalb der genehmigten Einleitmenge. Wenn der Regen fällt, steht das volle Rückhaltevolumen bereit.
Nutzung im Normalbetrieb
Außerhalb von Regenereignissen dient der Speicher als Vorrat: für Bewässerung von Grünfassaden, Außenanlagen und Bäumen, für Reinigung, Kühlung oder Brauchwasser. Bis zu 40 Prozent des Trinkwasserbedarfs lassen sich so ersetzen.
Vernetzung
Mehrere Speicher auf einem Campus oder in einem Quartier kommunizieren miteinander – die Grundlage für Schwammstadt-Konzepte im Bestand, nicht nur im Neubau.
Dashboard und Ereignisanalyse
Jedes Regenereignis wird ausgewertet: erwartete und gefallene Menge, Füllstandsverlauf, Steuerentscheidungen. Betreiber und Behörden bekommen die Nachweise, die sonst mühsam zusammengesucht werden.
Für wen.
Rechenzentren und Industrie
Große versiegelte Flächen und vorhandene Rückhaltebecken, die bisher nur eine Aufgabe hatten.
Netzbetreiber und Versorger
Umspannstationen und Betriebsgelände, die autark und ohne Trinkwasser bewässert werden sollen.
Kommunen und Quartiere
Schwammstadt-Ziele im Bestand umsetzen – mit den Bauwerken, die schon da sind.
Calmar.One wird mit Systembauwerken unseres Partners Finger Betontechnik umgesetzt oder in bestehende Becken nachgerüstet. Die Systemtechnik („Smarte Zisterne“) ist zum Patent angemeldet. Wir übernehmen Konzept, Genehmigung, Planung, Inbetriebnahme und auf Wunsch die Wartung.
Regenwasser verbessert die WUE – und entlastet den Bericht.
Rechenzentren ab 500 kW IT-Anschlussleistung melden seit 2024 jährlich ihre Wasserkennzahlen: Gesamt- und Trinkwasserverbrauch sowie die Water Usage Effectiveness (WUE) – Frischwasser in Litern je Kilowattstunde IT-Energie (EU-Energieeffizienzrichtlinie 2023/1791, Delegierte Verordnung (EU) 2024/1364; in Deutschland ergänzt durch das Energieeffizienzgesetz). Ein EU-Entwurf vom März 2026 sieht zusätzlich ein Bewertungsschema mit WUE-Klassen von A (≤ 0,1 l/kWh) bis G (> 1,0 l/kWh) vor.
Der Hebel
In die WUE geht nur Frischwasser ein. Jeder Kubikmeter Regenwasser, der Trinkwasser bei Bewässerung, Reinigung, adiabater Kühlung oder Brauchwasser ersetzt, verbessert die Kennzahl direkt – ohne Eingriff in die Kühltechnik.
Die Zahlen
Bis zu 40 Prozent des Trinkwasserbedarfs lassen sich am Standort ersetzen. Im Frankfurter Pilotprojekt sind es rund 1.300 m³ pro Jahr – aus dem vorhandenen Rückhaltebecken, dessen Rückhaltefunktion erhalten bleibt.
Was wir liefern
Wasserbilanz des Standorts (Frischwasser, Regenwasser, Verbraucher), Potenzialabschätzung für die WUE, Konzept und wasserrechtliche Abstimmung, Umsetzung und Monitoring mit Dashboard – als Datengrundlage für EnEfG- und EU-Meldung.
Hinweis: Das EU-Bewertungsschema mit WUE-Klassen liegt als Entwurf vor; die Berichtspflichten nach Delegierter Verordnung (EU) 2024/1364 gelten bereits.
Aus der Praxis.
Rechenzentrum, Frankfurt
Zwei bestehende Rückhalteräume mit zusammen rund 440 m³ reaktiviert. Rund 1.300 m³ Trinkwasser pro Jahr ersetzt, Grünfassade und Bäume im öffentlichen Straßenraum versorgt, Kanalisation entlastet.
Umspannstation, Rhein-Main
60 m³ Rückhaltung mit gesteuerter Versickerung. Grünfassaden und Außenanlagen werden autark aus Regenwasser bewässert, Niederschlagswasser bleibt auf dem Grundstück.
Campusmodell
1.750 m³ Speichervolumen, rechnerisch rund 4.030 m³ ersetztes Trinkwasser im Jahr.
